wenn man einen bär, einfach „problembär“ nennen und anschließend abknallen kann, warum gilt das nicht auch für diverse menschliche wesen?
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wenn ich bei british airways für zwei erwachsene personen hin- und rückflug wien - new york buche, kostet das aufgerundet 1.000 euro inklusive aller steuern und gebühren. exakt die selbe anfrage bei der lufhansa, ergibt knapp 7.000 euro! die selbe klasse, beides inklusive umsteigen, ja sogar die reisedauer ist gleich. was zum geier? gibt es bei der lufhansa anschließend eine stewardess zum abschlachten gratis dazu, oder fliegen die mit ihren maschinen gar am mond vorbei? keine ahnung, bei wem die mit sowas landen wollen…
also wirklich! normalerweise kommt der unkündbare tchibo-newsletter samstags immer erst zwischen 00:59h und 01:59h, heute dagegen schon um 23:03h! man kann sich nicht einmal mehr darauf verlassen, wann man belästigt wird…
„aber auch einige große haben sich dem great-place-to-work-screening gestellt und gepunktet. dort ist der feel-good-faktor ein top-down-managementthema.“
da fällt mir gerade spontan ein zitat von dino segre ein: „die dichter, von denen wir nie was gelesen, sie sind sehr wahrscheinlich die größten gewesen.“
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„lehrlings-casting“?! also bitte, herrschaften, was soll denn dieser humbug? wir sind äußerst „up-to-date“ und auf junge leute so empfänglich eingestellt, wie steuerfahnder auf liechtenstein? und deshalb versuchen wir ihnen auch ausbildungsplätze nahezulegen, indem wir auf veraltete und phonetisch „uncoole“ audrücke wie „vorstellungsgespräch“ verzichten, damit die bloß nicht denken, sie würden anschließend doch nur in einem unterbesetzten supermarkt schuften müßen? und überhaupt, schuften ist eh nicht mehr, sondern “managen“. ein jeder ist manager, und zudem gibt es keine „lehrjahre“ mehr, sondern bloß ein „way up to the top“. wobei mir der ausdruck „casting“ noch ein wenig mehr kopfschmerzen in eine noch andere richtung bereitet, und zwar in die eines talentwettbewerbs. kein „einzelhandelskaufmann/frau“ mehr? was dann? „shopping superstar“? „discount newcomer“ gar?
also wirklich, ich bin schon einige jahre in der werbung und mittlerweile ignoriere ich die meisten visuell-buchstäblichen karambolagen, die einem immer ein klein wenig die augen verätzen, aber manchmal komme ich doch nicht aus einer umgedrehten bewunderung heraus, vorallem und gerade dann, wenn unternehmen dinge von sich geben, die ihnen selbst so fernliegen, wie dem kreis die ecken…
ich weiß, viele beziehungen gehen kaputt, wenn er zu viel spielt. ich weiß ebenfalls, daß stupides geballer (ganz gleich wie sehr dieses auch mit begriffen wie „strategisch“ schöngeredet wird) oft zum streit führt, bei dem sachen wie „sinnlos“ und „hätte ich doch nie“ fallen. doch uns ist das fremd. schließlich sind wir längst jenseits der dreißiger und wissen bestens, was wir einander haben. außerdem spielt sie es selbst ununterbrochen…
