





*Serienmord und sonstige Belanglosigkeiten






wenn man einen bär, einfach „problembär“ nennen und anschließend abknallen kann, warum gilt das nicht auch für diverse menschliche wesen?

liebes tagebuch. heute wurde es wieder äußerst nahrhaft. es gab huhn, fisch, rinderhacksteaks, dazu gebäck, kartoffeln, salat und ausgefallene soßen. zum trinken wurde eine boisson gazeuse sucrée gereicht. das ambiente war zwar primitiv-spartanisch auf leute zugeschnitten, die kultur für ein deo halten, die schreienden kinder in der hüpfburg lenkten jedoch davon ab, sich weiter daran zu stören. alles in allem ein erlebniss der exotischeren art, inklusive des daraus resultierenden klumpenmetabolismus, doch einmal im jahr durchaus vertretbar. 2009 probiere ich vielleicht mal das hausgemachte tiramisu.













es war zu ostern, als uns die waschmaschine plötzlich die wasserleiche machte. sie streckte alles von sich und pumpte nicht einmal mehr das wasser ab, während die noch ungewaschene wäsche in der eigenen schmutzsuppe schnorchelte. auf die schnellstmögliche problemlösung bedacht, bestellte ich noch während der feiertage eine neue in einem versandhaus, weil ich mir in meiner eigenen beschränktheit dachte, es wäre die einfachste lösung: online bestellt, 24 stunden lieferung inkl. anschluss und entsorgung, sache erledigt ohne stress und zeitverschwendung.
doch es passierte exakt nichts. nicht einmal eine e-mail als bestellbestätigung ist gekommen. so dachte ich auch nicht weiter daran, sondern fuhr nach den feiertagen zum nächsten großmarkt, kaufte eine waschmaschine und ließ diese nach hause liefern, was eh wunderbar und vorallem problemlos funktioniert hat. nun dient uns also schon seit knapp drei wochen die neue maschine, in all ihrer energieeffizienz und laufruhe, daß man es längst vergessen hat, da wäre überhaupt was gewesen.
bis heute allerdings nur, als ich ziemlich perplex vor einem zettel gestanden bin, auf dem mir verkündet wurde, ein 74 kg schweres paket würde in einer lastenzentrale am wiener westbahnhof auf mich warten. genau, die waschmaschine aus dem versandhaus…
wow! sage ich da nur. welch ein service. da hat mal jemand ordentlich mitgedacht. aber sowas von. und vorallem, ich fühle mich als kunde so richtig ernst genommen, weil man mir quasi direkt in einem dringlichkeitsfall geholfen hat. gut, nicht innerhalb von 24 stunden, aber hey, das sind doch bloß zahlen. und 417 stunden sind auch nicht die welt, schon gar nicht, wenn es sich um eine unwichtige hobbyraumausstattung wie eine waschmaschine handelt. darauf kann man warten. und vorallem ungewiss...
[edit 24.04.08 - weitere drei wochen später] und es mag schon fast konstruiert und übertrieben wirken, doch exakt heute vormittag erreichte mich ein brief des besagten versandhauses, mit einer rechnung für die erwähnte, nicht gelieferte und zurückgesandte waschmaschine. und als wenn das alles immer noch nicht genug wäre, stellte es sich in einem klärenden telefonat heraus, daß nicht nur diese eine angelegenheit in jede erdengliche richtung schiefgelaufen war, nein, es hat sich zudem noch herausgestellt, daß eine weitere waschmaschine für uns bereits unterwegs ist! irsinn regiert die welt.











