neues von der (vorübergehenden) ein-mann-anti-apple-front:
vor ein paar tagen habe ich mich ein paar stunden mit dem macbook-air beschäftigt. dabei passierte allerdings nicht viel mehr in meinem gesicht, als ein müdes lächeln. ich weiß ja, mobilität ist alles, allerdings ist ein modernes notebook mit mindestens einem 15,4 zoll display nicht gerade ein koffer, den man mit einem riesigen kräfteaufwand durch die gegend schleppen muß, weshalb ich auch zumindest persönlich nicht verstehe, was man mit diesem kleinen display anfangen will, gänzlich davon abgesehen, daß so ziemlich jede übliche peripherie nicht gegeben ist und eben zusätzlich durch die gegend getragen werden muß. ich weiß, es gibt leute, die am liebsten ein gerät hätten, welches grenzenlos alles kann und gleichzeitig in die feuerzeugtasche der jeans paßt, bloß ist das erstens nicht gegeben und zweitens für einen preis zu haben, für den mir spontan mindestens 20 bessere gerätschaften einfallen, mit denen ich viel mehr anfangen kann, als mit diesem luftikus. und davon mal ganz zu schweigen, daß ich das ding einfach unschön finde.
ebenfalls habe ich mich eine zeitlang mit dem iphone beschäftigt und exakt das festgestellt, was ich mir die ganze zeit schon dachte - ein verschmiertes teil. jemand drückte es mir in die hand und mein erster gedanke war: oh man, das ding ist so dreckig, ich muß es erst putzen und mir anschließend die hände waschen. nicht, daß ich unter waschzwang leiden würde, aber ich mag nunmal displays nicht anfassen. ich schaue sie lieber bloß an – solange sie sauber sind. nimmt man die vielen technischen unzlänglichkeiten dieses teils hinzu, komme ich zu dem fazit, daß es mir vollkommen egal ist, daß es sie seit vergangener woche auch in österreich zu kaufen gibt.
und bevor ich mich da zu sehr hineinsteigere: mein „g8“ im büro ist schon ein gutes und braves teil. bloß komme ich vor lauter anderer arbeit gar nicht dazu, ihn überhaupt zu nutzen. aber dafür kann apple ja nichts…
cineastisches:
„cloverfield“ nicht gesehen, obwohl im kino gewesen. wie das geht? man muß sich dieses handkameragewackel eben dann anschauen gehen, wenn einem eh schon kotzübel von viel zu viel kaffee und seltsamer schokocroissants ist. die vorstellung verbringt man dann schwitzend damit, die augen geschlossen zu halten, in leiser hoffnung diese achterbahnfahrt würde bald zu ende gehen. und übrigens kann man sich die eine minute in der das monster zu sehen ist, auch auf youtube anschauen…
„8 blickwinkel“ gesehen. und damit zeit verschwendet. das erfährt man allerdings erst zum schluß, wenn der durchaus interessante und kreative ansatz verpufft und in ein völlig unlogisches und dazu peinliches patriotismus-amerika-u!s!a!-desaster kippt.
sonstiges:
arbeit und (die wenige) freizeit gehen vor - geschriebenes im blog muß warten. worauf auch immer…
…
Das mit Cloverfield hab ichz mir schon beim Trailer gedacht. Ich bin zu alt für sowas.
*2 Filme aus der MUST-SEE Liste streicht* Vielen vielen dank. Ist übrigens in der ein-mann-anti-apple-front platz für einen zweiten? ich mag apple auch nicht mehr seit ich jeden tag mit den produkten konfrontiert bin. -.-
Ich fand Cloverfield in seiner bis zuletzt konsequenten Anti-Ästhetik und seinem “Generation Handy”-Nihilismus sogar ziemlich gut, wenn auch äußerst anstrengend und auch ohne vorbelasteten Magen übelkeitserzeugend. Wenn man das Monster als plötzlich hereinbrechende, im Taumel der Katastrophe gesichtslose Bedrohung und die zufällig da hineingeratenen Mittzwanziger als nicht einmal mehr zur Panik fähige, frisch traumatisierte Jedermanns versteht, die anstatt zu rennen einfach nur paralysiert mitfilmen, kommt unterm Strich ein in seiner Gleichgültigkeit bitterböses Gesellschaftsbild heraus.
Im Kino hätte ich ihn aber nicht sehen müssen, so rückblickend.
was “cloverfield” angeht, kann ich mich julia nur anschließen - die idee an sich ist großartig. mitten im geschehen, ohne erklärungen, frei von spezialistenblabla, kein weiser u.s.a präsident, der die nation rettet. nein, so ein viech kriecht aus dem wasser und macht alles platt, was ihm in den weg kommt. die menschen wissen nicht genau was passiert, keiner weiß, wo es herkommt. wäre da nicht eben diese fürchterliche wackelkamera und wären die protagonisten etwas sympathischer, wäre das ein wirklich gelungener film.
kreativf: nun, der name ist da leider programm - “ein-mann-front”. ich bin nicht sonderlich gut, im gründen sozialer netzwerke. ;-)
Dafür aber im bloggen umso besser
Na kommense, Ad, soweit her ists ja mit Ihrer Anti-Apple-Front auch nicht, wenn ich mich an Ihre Beschreibungen von MacBooks und PowerBooks und so erinnere. Naja, Sie schreiben ja auch vorübergehend.
Ich mach da immer den Selbsttest: Wenn ich mal wirklich keinen Bock mehr auf den Apple-Kram habe, schalte ich meinen Vista-Rechner ein. Dauert dann meist nicht lange ;-)
Und ich glaube, ich schick Ihnen mal ein iPhone rüber. Daran gewöhnense sich auch noch…
kreativf: danke!
gp: ach, geh, herr gp, ihnen muß ich ja wohl nicht ernsthaft meine kritikanfälle erklären, oder? der witz ist ja eben der, daß AUSGERECHNET ICH gegen apple stänkere…
und was das iphone angeht: schicken sie ruhig eins. bei ihren postsendungstechnischen verpackungskünsten allerdings, kommt das hier eh nicht lebend an, womit ich auch nicht in die verlegenheit käme, es benützen zu müßen… ;-)