Archiv für Februar 2008



Genau

hömma! wenn du nich gleich die biometrischen merkmale deiner anatomie aus meinem fixierfeld nimmst, dann tue ich dir dein antlitz zerbeulen…

Jeden Tag eine schlechte Tat?

auf dem weg ins büro schneit es. ich finde das ärgerlich. ebenfalls ärgerlich finde ich das verhalten der autofahrerin vor mir, die plötzlich und ohne blinker meine spur schneidet, so daß es ohne einer ungeheuerlich schnellen reaktion meinerseits, sicherlich zum unfall gekommen wäre. mein hupen und fluchen wird bloß mit einer winkenden hand abgesegnet. kurz überlege ich ihr nachzufahren, um mit ihrem kopf fußball zu spielen, erblicke aber gleichzeitig eine blinde person, die sichtlich orientierungstechnisch überfordert ist, angesichts eines sehr breiten fußgängerweges und tausender autos, die unbeschreiblichen lärm veranstalten. kurzerhand schalte ich den warnblinker an und helfe über die straße. man bedankt sich herzlich, während ich mich in meinem tiefsten inneren frage, wie diese person wohl ihr ziel unverletzt erreichen will, führt der eingeschlagene weg doch bloß in eine noch viel hektischere gegend. dieser gedanke beschäftigt mich allerdings nicht lange, da ich eh bevorzugt fremde menschen ignoriere und zudem pfadfinder schon als kind aus bestimmten gründen nicht mochte.

im büro ärgere ich mich, keinen mp3-player mitgenommen zu haben - die telefonanlage ist abgeschaltet und vier handwerker veranstalten einen lärm, wie fünf durchgeknallte schlagzeuger mit schüttelfrost. ich überlege lange und gründlich, ob ich sie nicht in diesem loch deponieren soll, welches sie in die wand geschlagen haben, was man mir aber wohl ansehen muß, denn sie wirken nicht gerade freundlich auf mich, so ändere ich den plan schlagartig und verlasse vorzeitig die arbeitsstätte, um nicht zufällig selbst einbetoniert zu werden. man weiß schließlich nie, was so in den köpfen der leute vor sich geht.

schon fast draußen, helfe ich noch einem älteren herren im maßanzug seine dokumente aufzusammeln, die er mitsammt aktentasche hat fallen lassen, und ernte ein weiteres und durchaus freundliches danke, dazu von der empfangsdame diverse werbetütchen haribo.

und nun ist gut. zuviel menschlichkeit ermüdet nämlich. ich glaube, ich gehe jetzt einfach als kontrast unfreundlich und mit kritischen augen einkaufen. ja, so soll es sein…

Fatalis

es ist schon ein schlag ins gesicht seitens des wetters, wenn es einem seit tagen versucht vorzumachen, es würde langsam aber sicher frühling werden, bloß um einem dann tags darauf unerwartet nebel, schnee und minustemperaturen vor die füße zu spucken. ich glaube manchmal, das meteorologische wetter ist eine echte drecksau, die sich ins fäustchen lacht, wenn sie mal wieder jemanden vollstens verarscht hat. angesichts dieser charakterzüge würde ich mich möglicherweise gut mit ihr verstehen.

das wäre aber halb so schlimm, wenn es im büro nicht ähnlich trübsinnig weitergehen würde. ich möchte ja aus dem tiefsten herzen alles für den konzern geben, doch wenn man mich nicht lässt, dann bleibt mir halt nichts anderes übrig, als mein schinken-käse-croissant einzupacken und nach hause zu fahren, angesichts der vielen handwerker, die just gerade mein büro mit schwerem werkzeug zerlegen, bloß wegen verstopfter belüftung und drohender gefahr im falle eines brandes, oder sonstiger belanglosigkeiten.

und nun? anstatt hunderte von projekten zu koordinieren und tausende menschen zu kontaktieren, hocke ich hier auf der couch herum, höre mir das grandiose neue mauracher album an, und muß später sogar noch einen monsterfilm mit zwei lieblingsmenschen anschauen gehen. das leben kann ganz schön hart sein…

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Let me doctor, I am!

ich wußte ja bislang noch garnicht, daß google einen übersetzungsdienst parat hält (solche dinge gehen meist vollkommen spurlos an mir vorüber), und ich muß sagen, wenn einem etwas langweilig ist, dann kann diese angelegenheit durchaus für ein wenig erheiterung zwischendurch sorgen.

hier der auszug eines alten eintrages:

„09:47h. termin. der kunde ist einer von der sorte, die alte werte noch zu schätzen weiß. zumindest nach außen hin. sobald man mit diesen alten säcken nämlich alleine ist, versuchen sie einen schmutzigen witz nach dem anderen zu bringen, bemerken dabei aber leider nicht, daß es mich a) nicht interessiert und b) sie stinklangweilig sind. kurz stelle ich mir seinen kopf auf einem salatteller vor, mit möhren in den ohren und petersilie in der nase. das mildert meine mentalen schmerzen ein wenig. leider bloß temporär.“

und seine übersetzung:

“09:47 h. Appointment. The customer is one of the type, the old values still appreciate. At least outwardly. Once you with these old sacks fact alone, try a dirty witz after another to bring notice but unfortunately not that I am a) is not interested and b) they stinklangweilig. Shortly I imagine his head on a salatteller, with möhren in the ear and parsley in the nose. This alleviates my mental pain a little. Unfortunately, only temporary.”

nochmal?

teil eines alten eintrages:

„heute ist es soweit, tausende in schwarz gekleidete hinterdorf teufelsanbeter rennen zum standesamt, um die gunst der stunde und das datum des tages zu nutzen: die drei sechsen eben.
sie sind verblendet, wahlweise sieht die hässliche schlampe mit dem werkzeugkasten im gesicht nicht ein, daß ihr angebeteter dumm und arbeitslos ist, zudem ein ungepflegter alkoholiker, er wiederum merkt nicht, daß er eben die hässlichste schlampe der gegend erwischt hat, mit pickeln am hintern, schlechtem allgemeinodeur und einer leichten tendenz zur hysterie.
nein, alles ist echt geil evil!

nach den ausgesprochenen “ja” worten, werden erstmal die totenkopfringe getauscht, dann noch ein feuchter und aufgrund der piercings klimpernder zugenkuß vollbracht und schon muß man auch schnell weiter, zum tattoo-willy, wegen der einstechung der jeweiligen namen auf der brust, direkt neben den selbst eingeritzen narben, die während eines geheimen rituals auf dem dorffriedhof entstanden, nach viel zu viel dosenbier. daheim wird dann spontan gleich auf dem teppich gefickt, um einen möglichen antichristen zu zeugen, oder zumindest einen maler-gesellen, es ist eigentlich ganz gleich, hauptsache ficken und dabei laute musik hören!

später trennt man sich dann, meist mit hilfe der örtlichen polizei und der nachbarschaft, mit blauen flecken und viel geschrei, vielleicht sogar treffenderweise oder spätestens am siebten juli 2007, inklusive körperverletzungs- und unterhaltsklagen. solche abenteuer würde nicht einmal indiana jones meistern können.“

und die übersetzung:

“Today, it is so far, thousands dressed in black hinterdorf teufelsanbeter racing to standesamt to gunst the date and the hour of the day to use the three sechsen flat.
They are blinded, either sees the ugly schlampe with werkzeugkasten not in the face, that her angebeteter stupid and unemployed is also a ungepflegter alkoholiker, he remembers not turn that he is the ugliest schlampe the area has caught with pickeln on hintern , and bad allgemeinodeur a slight tendency to hysterie.
No, everything is terrific evil!

Issued after the “yes” Words are exchanged totenkopfringe the first, then still a moist and the piercings klimpernder zugenkuß already done and we must continue quickly, tattoo-willy, einstechung because of the name on the chest, right next to even the eingeritzen narben, during a secret rituals in the dorffriedhof emerged, after much too much dosenbier. Back then spontaneously on the same carpet fucked for a possible antichristen to testify, or at least a painter-compounded, it is actually quite the same, hauptsache fuck and heard loud music!

Later separates you then, usually with the help of local police and the nachbarschaft, with blue stains and much geschrei, perhaps even treffenderweise or at the latest on the seventh july 2007, including körperverletzungs and unterhaltsklagen. Such adventure would not even indiana jones master.“

funny, gell? just as impractical as a hose from wood …

Strategisches Schlachthaus

ich weiß, viele beziehungen gehen kaputt, wenn er zu viel spielt. ich weiß ebenfalls, daß stupides geballer (ganz gleich wie sehr dieses auch mit begriffen wie „strategisch“ schöngeredet wird) oft zum streit führt, bei dem sachen wie „sinnlos“ und „hätte ich doch nie“ fallen. doch uns ist das fremd. schließlich sind wir längst jenseits der dreißiger und wissen bestens, was wir einander haben. außerdem spielt sie es selbst ununterbrochen…

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Bidirektional

Sehr geehrter Herr Ad,

was hält Sie davon ab, Millionär zu werden (falls Sie es nicht schon sind)?
Die Antwort wird Sie verblüffen. Sehen Sie sich gleich jetzt unser kurzes Video an unter: link

Sollten Sie keine Lautsprecher an Ihrem Computer haben, wechseln Sie am besten zu anderen PC. Denn: Dieses Video müssen Sie sich ansehen (und-hören)!
Ich denke, auch damit hat der Pfusch Verlag (name geändert) neue Massstäbe
gesetzt.

Hier noch eine wichtige Information. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen,
das »Automatisch Millionär«-Erfolgspaket von David Brach (name geändert) zu kaufen, sollten Sie es sofort tun, denn dann können Sie noch von zwei Vorteilen profitieren, nämlich:

a)
Bis zum 15. Februar 2008 gilt für Sie noch der Einführungspreis. Sie sparen EUR 50,00.

b)
Die ersten 1000 Käufer erhalten als Geschenk dazu eine wunderschöne Thermo-Kaffeetasse.
Sie dient als Requisit für das von David Brach (name geändert) konzipierte Reichtumsprinzip und soll Sie fortwährend an dessen Anwendung erinnern.

Hier nochmals der Direkt-Link:…

Ich bin fest davon überzeugt, dass bei den meisten von Ihnen dort der Wow-Effekt entsteht.
Schon jetzt freuen wir uns auf Ihre Feedbacks (einige Wow-E-Mails erhielten wir bereits, allein schon wegen der Schatztruhe).

Mit freundlichen Grüssen

——–

hallo sie,

als erstes, und um auf ihre frage direkt zu antworten – nein, ich bin noch kein millionär, auch wenn ich mich oft so verhalte, als ob ichs bereits wäre. das soll sie allerdings nicht ausführlicher beschäftigen, denn sie sind nicht mein doktor. das weiß ich deshalb, weil er mir niemals e-mails schreiben würde.

ich weiß nicht genau, was mich bislang davon abgehalten hat, millionär zu werden. der weltweite terror? unfähige politiker? der klimawandel? möglicherweise meine schlechten angewohnheiten? es ist aber eigentlich egal, was ich nun alles aufzählen könnte, denn am ende werden wir immer noch keine antwort darauf bekommen, und (nun werden sie staunen!) auch ihr video liefert eigentlich bloß nur noch mehr fragen zum thema, als mögliche lösungen. z.b. ob sie das wirklich (so wirklichwirklich-wirklich!) ernst meinen, was sie da meinen augen und ohren zumuten? hat schon einer bestellt? machen sie das hauptberuflich? kann man davon leben? und – woher zum geier haben sie meine e-mail-adresse? (von wegen, ich habe mich in einem „win-a-car“ verteiler eingetragen – glauben sie mir, der einzige verteiler in dem ich mich selbst eingeschrieben habe, ist der von meinem waffenhändler, und der hat es bei meinem umsatz nicht nötig, mich zu verschaukeln zu versuchen…)

und jetzt klartext: die 50 euro ersparnis, die sie „freundlicherweise“ anbieten, kann ich problemlos überbieten. ich weiß nämlich, wie man 147 euro sparen kann! und zwar, indem man ambitionierte hütchenspieler wie sie einfach ignoriert. ein jeder, der reich werden will, hat 147 euro mehr auf dem sparkonto, wenn er vernünftigerweise leute wie sie links liegen läßt.

und auch was ihre tasse angeht, so bin ich damit ebenfalls nicht zu ködern, denn auch wenn ich noch kein millionär bin, so kann ich mir trotzdem schon seit langem echte porzellantassen leisten und muß meinen kaffee nicht aus billigen thermobehältnissen zu mir nehmen, als ob ich ein bauarbeiter auf einer baustelle wäre.

naja, und diese „wow-emails“, die gibt es gar nicht, da bin ich ganz sicher. mir bekannt sind nämlich bloß die formate text/html/rich (und – nein! „rich“ hat nichts mit reich-werden-wollen zu tun!).

in diesem sinne, seien sie überzeugt von was auch immer sie wollen, aber behalten sie das einfach für sich. ich sage immer – halten sie sich beim kacken an der wiese fest, wenn der wind bläst…

und finger weg von meiner e-mail-adresse!

Baheaux

wer? er!
wo? da.
wann? morgen um 20:00h.
wieviel? egal!

weshalb? ja, weils so gut ist.

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7 x Schalltrauma der Woche:

Alice In Chains "Man in the Box" + Tyler "Beautiful" + Audioslave "Revelations" + KTU "Sineen" + Tyler "What`s Wrong" + Vera "Dear Ladies" + Serj Tankian "Sky is Over" ...

7 x Neulich gesehen:

"Die Invasion der Barbaren" + "The Cooler" + "Hancock" + "Garp und wie er die Welt sah" + "Krieg der Welten" + "Terminator 3" + "The Crow" ...

7 x Lesezeichen:

H.G. Wells "Der Krieg der Welten" + Joachim C. Fest "Hitler" + Elizabeth Knox "Der Engel mit den dunklen Flügeln" + Johnny Glynn "Sieben Tage" + Chuck Palahniuk "Der Simulant" + Helge Schneider "Globus Dei" + Chuck Palahniuk "Lullaby" ...