
„lehrlings-casting“?! also bitte, herrschaften, was soll denn dieser humbug? wir sind äußerst „up-to-date“ und auf junge leute so empfänglich eingestellt, wie steuerfahnder auf liechtenstein? und deshalb versuchen wir ihnen auch ausbildungsplätze nahezulegen, indem wir auf veraltete und phonetisch „uncoole“ audrücke wie „vorstellungsgespräch“ verzichten, damit die bloß nicht denken, sie würden anschließend doch nur in einem unterbesetzten supermarkt schuften müßen? und überhaupt, schuften ist eh nicht mehr, sondern “managen“. ein jeder ist manager, und zudem gibt es keine „lehrjahre“ mehr, sondern bloß ein „way up to the top“. wobei mir der ausdruck „casting“ noch ein wenig mehr kopfschmerzen in eine noch andere richtung bereitet, und zwar in die eines talentwettbewerbs. kein „einzelhandelskaufmann/frau“ mehr? was dann? „shopping superstar“? „discount newcomer“ gar?
also wirklich, ich bin schon einige jahre in der werbung und mittlerweile ignoriere ich die meisten visuell-buchstäblichen karambolagen, die einem immer ein klein wenig die augen verätzen, aber manchmal komme ich doch nicht aus einer umgedrehten bewunderung heraus, vorallem und gerade dann, wenn unternehmen dinge von sich geben, die ihnen selbst so fernliegen, wie dem kreis die ecken…
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In der Tat ein unglaublich beschissenes Plakat. Auch schon die beiden Superschlampen mit ihren Casting-Zeigefingern. Armina ist total trendy, weil sie früher mal Armin hieß.
wobei die beiden wahrscheinlich eh nicht sonderlich begeistert davon waren, draufgedruckt zu werden. das ist in solchen fällen immer das gleiche - lauter opfer. und alles bloß deshalb, weil sich gerade solche leute sowas ausdenken, die besser eingeschlossen in einem keller-archiv arbeiten sollten, anstatt sich mit kommunikation zu beschäftigen.