Archiv für Januar 2008



Verdrängung is the new Abwehrmechanismus

ich versuche es ja. jeden tag aufs neue gebe ich mir erneut die mühe, mit menschen klar zu kommen. das leben ist lebenswert, sowieso, allerdings auch mit mitmenschen. meinen mitmenschen. es ist so einfach, hinaus zu gehen, freundlich zu sein und nicht gleich den erstbesten aufzuschlitzen, sage ich mir. weil, das ist böse. oder so. und es is falsch von mir, dem schlechtriechenden deppen, der mir innerhalb von nur zwei minuten gleich mehrfach den weg versperrt, weil er einfach nur ein orientierungsloser volliodiot ist, gleich die beine zu brechen. weil, das tut man eben nicht. und gewalt löst keine konflikte. gut, er wird jetzt erstmal länger niemandem mehr im weg stehen, aber vielleicht verstehe ich auch bloß zu wenig davon, wie konflikte zu lösen seien. ich meine, wenn ich dem vollkoffer mit dem tiefergelegten billigauto alle körperteile nacheinander abtrenne, bis er am ende vollendst ausblutet und das atmen sein läßt, dann wird er zwar a) niemanden je mit seiner schwanzersatzschleuder überfahren, anfahren, oder sonst wie belästigen, b) keine kinder zeugen, die seine idiotengene weiterleben und c) keine arbeitslosenstatistik in negative richtungen beeinflussen, aber die allgemeine meinung ist dennoch die, diese gewalteinwirkung hätte keine lösung gebracht. wobei das ja beinahe so unlogisch ist, wie die behauptung, der plötzliche und gänzliche verzicht auf fettiges fast food, hätte nichts damit zu tun, anschließend zehn kilogramm abgenommen und an einem marathon teilgenommen zu haben. aber, wie gesagt, ich verstehe ja eh nichts davon. deshalb werde ich mich nun zurückziehen und ein paar ungeschnittene horrorfilme schauen, weil die so beruhigend wirken. oder habe ich da auch wieder etwas falsch verstanden?

Terror - 343 Anschläge pro Minute

also, wenn man bedenkt, daß ich diesen test an einem laptop gemacht habe, an dem ich mich grundsätzlich leicht schreibblöd gebe und dazu die tatsache berücksichtigt, daß ich ebenfalls schneller schreibe, wenn ich selbst denke und nicht ablesen muß, dann kann man ruhigen gewissens trotzdem behaupten, daß ich als datentypist gute chancen hätte, keinen job zu finden…

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Internet-Knoten

es ist ja der wahnsinn, was heutzutage alles online möglich ist. oder auch nicht. pünktlich vor weihnachten, habe ich einen agenturgeschenkgutschein bekommen, wie immer, so aus berechneter nächstenliebe – ein paar hundert euro in produkten, als danke fürs heranscheffeln von dreistelligen umsätzen. das ist zwar eine mathematische bruchlandung, doch nur für mich persönlich, also nicht von großer, wenn überhaupt einer bedeutung. ohne mir großartig gedanken gemacht zu haben, bestellte ich also als erstes spontan einen schwarzen ipod nano, zum weiterverschenken inerhalb der eigenen vier wände. kurz habe ich zwar mit dem touch geliebäugelt, fand den dann aber doch zu teuer und zu sehr brillenputztuchbedürftig, doch darum geht es nicht.
die bestellung ging einfach von der hand – im warenkorb die gutscheinnummer eingegeben, dessen wert der bestellung abgezogen wurde, nach abzug der lieferkosten und der mehrwertsteuer blieb ein betrag über, der gleich automatisch meinem kundenkonto gutgeschrieben wurde. prima.
und dann passierte nichts, vier wochen lang. ich machte mir keinerlei gedanken, da ich sonst noch andere geschenke hatte und zudem den kopf mit anderen wichtigkeiten voll, um ehrlich zu sein, habe ich den ipod einfach vergessen, oder im hinterkopf abgespeichert: bestellung aufgegeben, irgendwann wird er schon kommen, was er auch tat, bloß per nachname…
es folgte ein unsinniger haufen nervtötender e-mails, zwischen shop, agentur, mir und sonstwem, aus denen es sich irgendwann herauskristallisiert hatte, daß der konzern zwar mit betonung sehr international ist, österreich allerdings doch zu weit von deutschland weg, als das gutscheine sich zwischen .de und .at problemlos vertragen könnten. nein, da zieht man ganz klare linien – ach österreich?! das geht natürlich nicht! – als wollte man insgeheim sagen - die ösis nur bargeld! - wobei der eigentlich größte witz an der sache ja eh dieser ist, daß das problem nicht einmal zwischen zwei online-shops bestand, sondern schlicht und einfach in der österreichischen lieferadresse. ich bilde mir ein, jegliche art von logistik muß selbst im krieg schon besser funktioniert haben…
nach einem langen hin und her, habe ich dann irgendwann aus mangel an angeborener geduld und in einem spontanen anfall von applefeindlichkeit und der idee einer revolution gegen das veripodisieren der gesellschaft geht scheissen! gesagt und einen neuen gutschein gefordert, für etwas anderes, und vor allem bei jemand anderen.
den neuen gutschein habe ich dann also heute bekommen, für hochwertige klamotten. gut, mit ein paar hundert euro, ist da nicht viel zu reissen, zwei teile für j., zwei für mich, doch einem geschenkten gaul und so. wenn da bloß nicht diese klenigkeit wäre, daß alles, aber auch wirklich alles, was ich in den vergangenen 1,5 stunden ausgesucht habe, ausverkauft wäre. ich versuche es jetzt nur noch einmal, und wenn dann wieder eine e-mail kommt, in der etwas von „schauen sie sich nochmal in unserem umfangreichen angebot um“ steht, dann werde ich gleich den gutschein zur spende umschreiben lassen. für gewaltopfer. so als anzahlung für eine wiedergutmachung…

Theoretisch tätlich

04:17h. draußen läßt jemand seit 35 minuten den motor seines autos laufen. gänzlich vom umweltfaktor abgesehen, bohrt sich das geräusch auf die dauer störend in die gehörgänge, wie eine ausgehungerte made in die offene fleischwunde eines gefesselten.

a.: ich werde gleich runtergehen, an seine scheibe klopfen und wenn er sie öffnet, schneide ich ihm kurzerhand wortlos das ohr ab…
j.: na, also, das bringt doch nichts! der steht dann unter schock und merkt eh nichts von seinen schmerzen!
a.: ? ach, du meinst ein ohr weniger wäre nichts schlimmes?
j.: nicht wirklich, weil, wie gesagt, der steht dann unter schock…
a.: ja, aber sein ohr ist ab! ist doch egal, ob der unter schock steht, oder nicht - er hat ein ohr weniger! ich nehme es ja mit und werfe es irgendwo hin! in einen gulli oder so…
j.: naja, aber ich bin der ansicht, er müßte mehr schmerzen erleiden…
a.: also, ich stelle mir das schon schlimm vor, wenn plötzlich einer ankommt und mir das ohr abschneidet…
j.: also ich denke da eher an sein knie und eine bohrmaschine mit ganz feinen aufsätzen…
a.: verstehe, du meinst also, ich soll mir jetzt erstmal ungefähr 50 bis 70 meter verlängerungskabel besorgen, diese bis auf die straße ausrollen, um mich am ende mit einer lauten bohrmaschine als psycho zu präsentieren, der vor den augen aller aufgeweckter nachbarn versucht irgendeinem typen das knie zu durchlöchern? deine sachen mögen schön und gut sein, aber sie funktionieren nur irgendwo in aller ruhe, in einer abgelegenen lagerhalle, während ich versuche den überraschungseffekt zu gebrauchen: klopfen, ohr ab, gehen. bevor auch nur einer das fenster geöffnet hat, bin ich wieder oben im bett…
j.: jaa, du magst ja recht haben, mit der bohrmaschine, das mit dem ohr gefällt mir trotzdem nicht so ganz. säure ist ganz gut, säure ins gesicht spritzen!
a.: hmm, aber da geht der pädagogische effekt flöten, weil säure wirkt so agressiv, möglicherweise tötet es ihn gleich, anstatt zu verstümmeln.
j.: ja, aber ich dachte da an leicht verdünnte säure. geht das nicht mit salzsäure?
a.: doch, ich glaube schon, oder man nimmt essigsäure.
j.: genau! essigsäure ist wunderbar!

es ist 04: 47h als das auto wegfährt, das thema jedoch bleibt…

Elliot Spencer

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es gibt durchaus eine menge interessanter psychopathen in filmen, doch dieser test meint herausgefunden zu haben, ich sei pinhead. naja, als ob ein nägelgesichtiger sado-maso abteilungsleiter aus der hölle, etwas mit einem herkömmlichen serienmörder gemein hätte. aber so sei es. und wo wir gerade beim pinhead sind – wußten sie, daß bevor clive barker und sein team die idee hatten, den film „hellraiser“ zu nennen, jemand den titel „what a woman will do for a good fuck“ vorschlug?

99

via julia, neunundneunzig wahrheiten über mich.

01. ich kann es mir nicht merken, an welchem wochentag und um welche uhrzeit ich geboren wurde. ich habe meine eltern sicher schon zigfach gefragt, doch am ende vergesse ich das doch wieder. ich glaube an einem donnerstag, aber es könnte auch ein montag gewesen sein. kurz nach mitternacht, oder doch eher 18:00h?

02. ich war ein legokind. playmobil habe ich gehasst.

03. als kind wollte ich archeologe werden. ich hatte nie was übrig für feuerwehrmänner, polizisten, oder ähnlich abwegiges.

04. mein vater hat mir schon sehr früh lesen und schreiben beigebracht. in der schule, als das alphabet durchgenommen wurde, habe ich mich zu tode gelangweilt.

05. ich habe mich überhaupt im unterricht immer und grundsätzlich zu tode gelangweilt.

06. bis zu meinem 13. lebensjahr, fand ich mädchen vollkommen uninteressant. ich kann mich nicht einmal daran erinnern je mit einem gesprochen zu haben, verwandschaft eingeschlossen. obwohl, doch, mit einer cousine habe ich mal geredet, aber nur weil sie bruce lee gut fand…

07. ich war ein verwöhntes und trotziges einzelkind. mit 8 habe ich mich mit meinem zwei jahre älteren cousin so um ein plastikflugzeug gekloppt, daß erwachsene dazwischen gehen mussten. er ist jetzt mein bester freund.

08. ich war ein verwöhntes und trotziges einzelkind. mit 12 habe ich mich nach der schule mit einem neidischen mitschüler so um eine iron maiden kassette gekloppt, daß ich einen zahn verlor. es gab keine erwachsenen, die dazwischen gehen konnten.

09. meine erste selbstgekaufte schallplatte war judas priest „rocka rolla“. ich war zehn.

10. ich kann mich nicht erinnern, je an den weihnachtsmann, oder den osterhasen geglaubt zu haben. ich war als kind schon sehr pragmatisch: ich wußte, es würde geschenke geben. wer diese bringen würde, oder als was verkleidet, war mir egal.

11. trotz der tatsache, daß mein großvater musikprofessor und geiger war, und mein vater ein begnadeter saxophonist, habe ich nie ein instrument erlernt.

12. ich konnte noch nie pfeifen.

13. ich habe als kind in den ferien soviel zeit auf bauernhöfen verbringen müssen, daß ich am ende dachte mit tieren sprechen zu können, da es sonst niemanden gab, der sich mit mir beschäftigt hätte.

14. das bild eines geköpften huhns, daß anschließend kopflos im kreis umher lief, hat mich für lange zeit traumatisiert.

15. entgegen allen klischees und sagen, habe ich als kind spinat geliebt.

16. meine pubertät dauerte mindestens drei mal so lange, als bei anderen jugendlichen. zumindest kommt mir das aus der heutigen sicht so vor.

17. noch mit 16 schickten mich meine eltern jeden sonntag in die katholische jugendmesse. ich traf dann freunde und wir rauchten eine stunde lang zigaretten hinterm pfarrheim.

18. ich kann mich an mein erstes mal nicht erinnern. ich glaube, ich bringe es mit dem zweiten, oder dritten mal durcheinander. oder umgekehrt.

19. irgendwann mit 17 war ich mit einer andrea zusammen. ich war mir sicher, wir würden heiraten, kinder und enkelkinder kriegen, doch bereits an meinem 18. geburtstag waren wir schon seit sieben monaten getrennt. ich habe sie überhaupt nie wieder gesehen.

20. ich habe zwei semester bwl überlebt. mehr wäre grenzwertig gewesen.

21. und überhaupt wollte ich ursprünglich psychologie studieren. keine ahnung was für eine abstrakte einbildung mich da geritten hat.

22. eine längere zeit bestand mein freundeskreis beinahe ausschließlich aus amerikanern, inklusive einer amerikanerin als freundin. ich habe irgendwann ein so perfektes amerikanisches englisch gesprochen, daß mir keiner glauben wollte, ich sei deutscher.

23. ich habe in new york in einem der zwillingstürme gespeist, weiß aber nicht ob in dem linken, oder dem rechten. ich glaube in dem, der als erstes eingstürzt ist.

24. ich bin seit vielen jahren mit anthony von den red hot chili peppers befreundet, doch ich habe den kontakt abkühlen lassen, nachdem mir das eh keiner glauben wollte.

25. die küche, in meiner ersten wohnung in köln war so klein, daß ich sie mit zwei einkaufstüten auf einmal nicht betreten konnte.

26. meinen ersten computer hatte ich erst mit 21. davor keinen c 64, keinen atari, nichts. ich kann es selbst kaum glauben.

27. ich habe mal einen marathonlauf als vierter hinter mich gebracht, bei über 300 teilnehmern.

28. ich habe erst nach über hundert flügen meine flugangst überwunden.

29. ich war mal mit einer frau zusammen, die so verlogen war, daß ich ihr am ende nicht einmal mehr glauben schenken konnte, wenn sie am fenster stand und das wetter von draußen beschrieb.

30. eben diese frau sprach auch den legänderen satz zu mir „schatz, aber ich bin doch nur elf mal fremdgegangen“, was eh schon ziemlich drastisch an sich wäre, aber zudem selbstverständlich gelogen und stark untertrieben war.

31. ich war mal kurz besitzer eines dunkelblauen 77er pontiac firebird trans am, welchen ich geschenkt bekommen habe. entgegengesetz allen männlichen träumereien von wilden amerikanischen sportautos, habe ich den wagen gehasst, weil er sich so zärtlich wie ein schnellerer traktor fuhr, bei ca. 25 litern verbrauch, bestialischem gestank und einer so harten kupplung, daß man sich fast das bein brechen musste, um umzuschalten. nach nur 14 tagen habe ich ihn gewinnbringend abgegeben, weil es sich herausgestellt hat, daß es sich um ein limitiertes hastunichgesehen modell handelte.

32. ich kann mir keine zahlenfolgen merken. ich weiß selbst meine eigenen telefonnummern nicht auswendig. ohne notizbücher und elektronischer datengeräte bin ich aufgeschmissen, wie ein gestrandeter.

33. dafür ist mein orientierungssinn ausgezeichnet. ich habe mich noch nie verlaufen, selbst bei tagelangen wanderungen fern der zivilisation nicht.

34. früher war ich ein kanada und wildniss fan und ließ es mir nicht nehmen, selbst im winter bei drohender erkältung mit dem zelt in den wald zu gehen und dort zu übernachten, zwecks abhärtung. heutzutage schüttelt es mich beim bloßen gedanken daran, 100 meter enfernt zigaretten holen zu gehen, wenn es nieselt.

35. ich bin ein großer bewunderer klassischer musik, empfinde sie aber grundsätzlich als zu unpassend, um sie gerade zu hören.

36. ich war schon oft im fernsehen, einmal sogar mit einer sprachrolle in einer daily-soap.

37. ich habe keinen motorradführerschein und hege auch keinerlei interesse an motorisierten zweirädern.

38. ich bin sechs mal norbert blüm begegnet. es war jedesmal aufs neue sterbenslangweilig.

39. ich wurde mal so heftig von einem headhunter umworben, daß ich mich ernsthaft beläsigt fühlte.

40. die bezeichnung „meine lieblingsstadt“ vergebe ich alle paar jahre aufs neue. früher war es münchen, dann amsterdam und noch später hamburg. augenblicklich ist es wien, allerdings wohne ich in diesem falle auch zum ersten mal in einer von mir so bezeichneten stadt.

41. ich trinke keinen alkohol. früher tat ich dies und zwar in solchen mengen, daß es rückblickend betrachtet für zwei leben ausgereicht hätte. das hätte mich auch beinahe vorzeitig um die ecke gebracht.

42. ich nehme keinerlei drogen. ich habe ein paar ausprobiert, doch weder konnte ich von rauschenden sinneserlebnissen berichten, noch habe ich mit ihnen sonstige erwähnenswerte erfahrungen gemacht, bis auf kopf- und magenschmerzen. ich habe sie dann für mich persönlich als uninteressant abgehakt.

43. ich habe unlängst einen arbeitsvertrag bei einem unternehmen mit mehr als 43.000 angestellten unterzeichnet. diese größenordnung ist mir ubekannt, mein größter arbeitgeber bislang hatte 2.700 angestellte, der kleinste fünf.

44. es war das erste mal in meinem leben, daß ich mich auf ganz normalem wege beworben habe. all meine anderen anstellungen passierten etweder durch beziehungen, oder wenn ich abgeworben wurde.

45. ich hatte noch nie in meinem leben einen aus langer sicht geplanten urlaub. alles was je mit urlaub und verreisen zu tun hatte, passierte mehr oder weniger zufällig und spontan. selbst ein siebenwöchiger usa-aufenthalt wurde erst drei tage bevor ich in den flieger stieg zur beschlossenen sache.

46. ich bestehe grundsätzlich darauf, urlaub und reisen vorplanen zu können.

47. eines tages verließ ich dämonisch grinsend und voller vorfreude eine buchhandlung mit den „satanischen versen“ unterm arm. kein mensch kann sich meine enttäuschung vorstellen, als ich begriffen habe, daß es sich nicht um eine satanische bibel, mit teufeln, riten und beschwörungen handelt.

48. ich kann mit fußball nichts anfangen.

49. ich war mal fünf tage lang besitzer einer playstation. anschließend verließ ich unrasiert, optisch verwirrt und tageslichtscheu das haus und verkaufte sie weit unter wert an einen freund weiter.

50. ich sammle armbanduhren, vorwiegend chronographen. ohne uhr am handgelenk fühle ich mich amputiert.

51. ich halte mich für einen sehr pünktlichen menschen, außer ich bin irgendwo mit meiner liebsten verabredet. da komme ich grundsätzlich zu spät, und kann mir nicht einmal erklären woran das liegt, schiebe es dann aber meistens auf die verkehrsmittel.

52. ich bin mit einigen reichen menschen befreundet. unabsichtlich.

53. die meisten reichen menschen, die ich kenne, haben deftigst einen an der klatsche.

54. ich rauche seit über 16 jahren, habe aber bis dato keine favorisierte marke. ich entscheide alle paar tage aufs neue, welche verpackung mir gerade am besten gefällt.

55. es durchzieht mich grundsätzlich ein merkwürdiges gefühl, wenn ich menschen begegne, die größer sind als ich.

56. ich schimpfe nicht über microsoft. ebenso lobe ich apple nicht in den himmel. ich bin einfach nur froh, daß es das alles gibt und sehe keinen grund zum meckern, solange alles rechtens funktioniert. notorische hard- und softwarenörgler halte ich für langweilig und asexuell.

57. meine lieblingsfarbe ist gar keine.

58. ich mag reiter und pferdeliebhaber nicht. es hat seine gründe.

59. während ich das schreibe, liegt ein pferdekopf neben mir. mein pferdekopf…

60. ich war schon mal beruflich in einem swingerclub.

61. ich finde, die deutsche sprache hat das langweiligste repertoire an schimpfwörtern.

62. ich habe mal die rolling stones live gesehen und es scheiße gefunden.

63. ich habe mal ein ipod quer durch die agentur gegen eine wand geworfen. ein ibook ebenso. nicht weil ich sauer war, ich wollte bloß die stoßfestigkeit testen. sie sind beide durchgefallen.

64. manchmal spiele ich mit dem gedanken auf dieser seite hochwertige „kreativbetrunken“ klamotten anzubieten, werfe mir dann aber gleich ausverkauf vor und spreche anschließend auch eine zeitlang nicht mehr mit mir selbst.

65. ich höre keine stimmen in meinem kopf. ich weiß in diesen zeiten, in denen es schon fast schick ist zu einem psychodoktor zu rennen, garnicht, ob das gut oder schlecht ist.

66. ich bin ein großer bewunderer guter hörbücher, finde aber so gut wie nie die nötige mentale ruhe, um mir eins anzuhören.

67. „star wars“ finde ich albern und langweilig.

68. „star trek“ ebenfalls.

69. guido westerwelle ist mein favorisierter deutscher politiker.

70. ich habe mal einen wichtigen kunden „verkappte nazisau“ und „sklaventreiber“ genannt. es ist mir zwar bis heute unbegreiflich, doch dieses verhalten zog keine konsequenzen nach sich.

71. rückblickend betrachtet, habe ich seinerzeit bloß deshalb eine irland-reise unternommen, um in pubs rumzuhängen und mich zu besaufen.

72. rückblickend betrachtet, habe ich die meisten freizeitaktivitäten danach gestaltet, möglichst viel alkohol zu mir nehmen zu können. höhepunkt waren wohl die vier wochen brasilien, wo ich schon besoffen aus dem flieger fiel und ebenso wieder einstieg.

73. es ist mir ungeheuer wichtig, nun als abstinentler nicht zu einem moralapostel zu mutieren. ich habe keinerlei probleme damit, wenn jemand alkohol trinkt. ich finde es bloß dann schade, wenn sich jemand damit zu grunde richtet, weil dieses zeug einfach verzichtbar ist und nichts bringt, sage aber selbst dann nichts, wie ein fall aus dem engsten freundeskreis beweist.

74. möglicherweise hatte ich bloß deshalb keinerlei probleme damit, von heute auf morgen alkohol einfach sein zu lassen, weil ich eh schon von natur aus leicht bekloppt bin und keine rauschzustände mechanisch herbeiführen muß.

75. ich rede oft zu viel.

76. manchmal ärgere ich mich im nachhinein, zu unfreundlich gewesen zu sein. manchmal ist das gegenteil der fall. es ist ein krampf.

77. entgegen jedem egoistischen getue, bin ich vollkommen harmoniesüchtig.

78. ich schreibe an dieser liste seit drei tagen.

79. ich habe bis heute solitär und freecell nicht begriffen. ich kann überhaupt kein einziges kartenspiel.

80. glücksspiel finde ich albern.

81. ich hatte bislang 16 autos. die meisten davon hatten über 200 ps und kein einziges war tiefergelegt.

82. ich mag sportwagen nicht.

83. ich habe schon mal auf einem heino konzert mit freunden gepogt. wir sind mit dieser aktion auf die titelseite einer zeitung gekommen, wo man uns „rocker“ nannte. heino bat uns backstage und war sehr nett, auch wenn etwas verunsichert.

84. meine kindheit war von so vielen umzügen auf große entfernung geprägt, daß ich nun als erwachsener keine gegend und kein land als sogenannte heimat empfinde.

85. china ist mir zutiefst unsympathisch. einmal sollte ich beruflich dorthin und war mehr als erleichtert, als es mit den einreisepapieren nicht geklappt hat.

86. ich besitze ein goßes grundstück, daß nicht bebaut werden kann. ich hatte schon armbanduhren, die wertvoller waren, zudem will es eh keiner haben.

87. ich mag taschenbücher lieber als gebundene ausgaben. bücher sollen für mich in erster linie praktisch zu handhaben sein, wie sie sich im regal machen, ist mir vollkommen unwichtig.

88. und außerdem regen mich leute auf, die bücher sammeln, diese aber nicht lesen.

89. ich rege mich zu oft auf.

90. ich möchte noch exakt einmal heiraten.

91. meine persönlichkeit ist nur auf den ersten blick kompliziert.

92. ich schreibe an dieser liste seit vier tagen.

93. ich hatte eine zeitlang viel mit kunst und galerien zu tun. die meisten künstler, denen ich persönlich begegnete, waren selbstverliebte arschlöcher.

94. einige leute halten mich für ein arschloch. ich weiß, irren ist menschlich.

95. sofern dieser passt, bestehe ich auf knoblauch im essen.

96. würde ich einen wunsch frei haben, würde ich gerne mit al pacino einen kaffee trinken gehen.

97. ich mag guten kaffee.

98. ad ist in wirklichkeit eine abkürzung und heißt arg drauf.

99. ich kann mich nicht kurz fassen.

Werarse

es ist nicht sehr lange her, auf den tag genau kann man es nicht festmachen, auch die uhrzeit ist nicht genau bezifferbar, doch es war morgens und im vergangenen frühsommer. ich fiel aus dem bett, stolperte die treppe herunter ins badezimmer, kratze mich dort, wo die sonne nicht scheint und beglotzte mein spiegelbild. auf den ersten blick war nichts zu erkennen, auch wenn ich schon lange keinen alkohol mehr trinke, sehe ich nach dem aufstehen doch sehr übernächtigt aus, wenn nicht gar verbraucht, doch das war es nicht, was mit mir nicht stimmte. es war etwas innerliches, nichts äußerlich betrachtbares – es war, als ob mich meine seele jucken würde. das ist zwar eine sehr wage beschreibung, doch sie kommt am nahesten an die empfundung heran, die mich wie elektrischer strom durchfuhr. es irritierte mich, doch ich konnte die art meiner empfindung nicht sofortig begreifen, wurde zudem durch das klingeln an der haustüre in meiner neuen selbstfindung unterbrochen. es war der briefträger, der auch gleich etwas in meine richtung redete, was ich aber nicht verstehen konnte, aufgrund eines ohrwurmes von denis leary welcher alles um mich herum übertönte. gleichzeitig überkam mich eine art menschenekel vermengt mit galaktischer ignoranz und so biß ich ihm spontan die nase ab. er starrte mich daraufhin einige sekundenbruchteile entsetzt an, um anschließend schreiend davon zu rennen. ich nahm die post an mich, wusch das blut ab, begab mich in mein arbeitszimmer und onanierte anschließend auf einen uhrenkatalog. den rest des tages verbrachte ich damit, menschen am telefon zu beschimpfen, lustige witze per e-mail zu versenden und passanten vom fenster aus mit zigarettenkippen zu bewerfen. ich traute mich zwar noch nicht ganz den gedanken zu ende zu bringen, doch mein innerstes wußte es bereits – es war neumond und ich bin zu einem arschloch mutiert!

es dauerte seine zeit, diverse prügeleien und denunzierungen, bis ich mich an mein neues ich gewöhnte, und heute läuft mein neues leben eigentlich ganz geregelt ab – ich beschimpfe und bespucke regelmäßig, pinkle im stehen und im großen radius, werte alles und jeden ab, erfreue mich einer zutiefst schlechten laune und lasse niemanden an der kassa durch. nur ganz selten, da überkommt mich dunkelgraue melancholie, dann wünsche ich mir bloß, daß endlich das große arschlochmutterschiff kommt und mich von hier wegholt. hier ist eh alles und jeder bloß ätzend…

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7 x Schalltrauma der Woche:

Alice In Chains "Man in the Box" + Tyler "Beautiful" + Audioslave "Revelations" + KTU "Sineen" + Tyler "What`s Wrong" + Vera "Dear Ladies" + Serj Tankian "Sky is Over" ...

7 x Neulich gesehen:

"Die Invasion der Barbaren" + "The Cooler" + "Hancock" + "Garp und wie er die Welt sah" + "Krieg der Welten" + "Terminator 3" + "The Crow" ...

7 x Lesezeichen:

H.G. Wells "Der Krieg der Welten" + Joachim C. Fest "Hitler" + Elizabeth Knox "Der Engel mit den dunklen Flügeln" + Johnny Glynn "Sieben Tage" + Chuck Palahniuk "Der Simulant" + Helge Schneider "Globus Dei" + Chuck Palahniuk "Lullaby" ...