Archiv für Januar 2008

Nichtrauchen kann benachteiligend sein

sie haben 12 von 13 punkten.

“festen schrittes marschieren sie über das gesellschaftliche parkett. knifflige situationen kennen sie nicht, peinliche fauxpas sind ihnen fremd. von ihren manieren können andere nur lernen!“

dabei komme ich bloß deshalb nicht auf die volle punktzahl, weil ich angegeben habe, ich könnte mir das rauchen verkneifen, auch wenn der gastgeber dies erlauben würde. soviel zum thema raucher wären intolerant und nichtraucher benachteiligt…

Feststellung des Tages

es gibt kaum etwas langweiligeres, als sich den halben tag mit verschiedenen mp3-playern zu beschäftigen. da vergeht einem sogar die lust daran, anschließend musik zu hören. gerade im moment kommt es mir so vor, gründliches bodenwischen wäre interessanter und spannender. selbst ohne blut im spiel…

Topf für alchemistische Versuche

a: sag mal, das mag lieb und nett gemeint sein, aber wo hast denn den mp3-player ausgegraben, den du mir hast schicken lassen?
ms: (belustigt) wieso? ist der nix?
a: nun, um ganz ehrlich zu sein, näh…
ms: erzähl…
a: naja, gänzlich davon abgesehen, daß die menuführung als steinzeit durchgehen könnte und eine logik aufweist, als ob sie von einem verrückten professor mit gedächtnisproblemen erfunden worden wäre, hat er die ungeheure akkulaufzeit von bloß drei stunden und verfügt nicht einmal über eine tastensperre. steck ihn in die tasche und er macht was er will, bloß nicht das, was er soll…
ms: du meinst also, der wäre schrott?
a: verstehe mich nicht falsch, ist eh sehr nett von dir, mir einen zu schicken, aber um ganz ehrlich zu sein, ja, der ist nix…
ms: mist!
a: hey! nichts für ungut!
ms: nein, es ist nur, ich habe diese dinger als kundengeschenk zu weihnachten verteilt…
a: oh, nun, dann kannst du davon ausgehen, daß sie als schreibtischschubladenstaubfänger ihr dasein fristen werden…
ms: dabei waren sie gar nicht billig…
a: ich weiß, habs mir im internet eh angeschaut, ipods sind bloß 40 euro teurer. eigentlich ist das unpackbar…
ms: aber ich hab hier noch andere rumfliegen, ich schick sie dir.
a: quatsch, ich brauche eh keinen, alles gut!
ms: nix, du nimmst sie unter die lupe! und legst einen bericht ab.
a:

mp3-player im test demnächst dann hier…

Angriff der Gutmenschen

ich finde es doch immer wieder erstaunlich, wie unbelehrbar und stumpfsinnig gerade solche menschen agieren, die sich eigentlich als erfahren und verständnisvoll geben, oder von denen man das zumindest die längste zeit angenommen hat. selbstverständlich nicht alle, doch immer wieder so viele, als das es ausreicht, um säuerlich deshalb aufstoßen zu müßen. ich thematisiere das nur am rande, und möchte auch kein großes thema daraus machen, doch dazu ist mein blog eben auch da, als das ich mich mal ernsthaft zu wort melde, anstatt immer nur überspielt belanglos, wobei das auch schon exakt das ist, was ich meine.

ja, ich praktiziere hier mit vollster absicht belanglosen stumpfsinn ohne jeglichen anspruch. es ist mir wichtiger hier und an dieser stelle meine gedanken bezüglich eines neuen schurwoll-mantels loszuwerden, als zu beschreiben, daß ich vielleicht gerade am rande einer depression stehe und kurz davor bin, weinen zu müßen. das war früher anders, doch ich habe auch nie behauptet weise zu sein, ganz im gegenteil, ich bin immer der ansicht, man würde ein lebenlang lernen und trotzdem dumm sterben. doch das eine habe ich eben gelernt, daß man zu persönliches raushalten sollte, um peinlichkeiten zu vermeiden, um keinen fremdscham zu fördern, um sich keine unnötige blöße zu geben und vorallem, um keine zu große anteilnahme irgendwelcher menschen mit ip-adressen zu wecken. deshalb auch dieses neue blog, für mich, und nicht weil ich jemandem eins auswischen wollte, oder irgendeine undefinierbare einbildung leben würde. nein – spielwiese, von der ich selbst erwarte, daß sie meine gedanken nicht zu sehr einnimmt, diese beeinflußt, oder gar lenkt. die ich selbst von anfang an so gestaltet haben wollte, mir selbst keine vordefinierten grenzen zu setzen, oder das problem zu haben, irgendeiner verantwortungsvollen linie folgen zu müßen. deshalb auch keine blogroll, nicht weil ich damit jemanden kränken wollte, oder ein respektloses arschloch wäre, sondern weil es eben auch eine grenze ist, ein zusammengehörigkeitsgefühl, welches ich zum leben nicht brauche. wie oft klickt man eigentlich blogs an und schaut als erstes auf die blogroll, um zu sehen, aus welchem „lager“ denn derjenige ist? eben, schubladen und voreingenommenheit, die, meiner ansicht nach, in einem internet eben nichts zu suchen haben, ebenso wie (da ich abschweife) familiäres gutmenschentum. ich habe eine familie, eine kleine, aber wunderbare und deren adresse beginnt nicht mit einem http, sondern ist auf landkarten verzeichnet. mit diesen menschen lebe ich das, was ein leben ausmacht: lachen, leiden, atmen, sein. und das ist auch diese grenze, die man nicht überschreiten sollte, wie ich meine. in meinen augen, wird es unterirdisch, wenn dinge thematisiert werden, die höchstens in die eigenen vier wände gehören, auch wenn ich irgendwo vielleicht eine gute absicht im ganzen erkennen kann. aber wenn diese dann auch noch ein lauffeuer entwickeln, aus mitfühlenden tastaturbenutzern, die sich eben einbilden „familie“ zu sein, dann wird es geschmacklos, vorallem dann, wenn das ganze auch noch eben diesen schmerzhaft klebrigen stempel aus verständnissvoller betroffenheit aufgedrück bekommt, zu themen, zu denen wirklich, aber auch wirklich jeder, seinen mund halten sollte.

jemand sagte mal „schweigen ist gold“. ich denke, in manchen fällen sollte diese aussage - mit blitz und donner verdeutlicht - aus den köpfen qualmen…

iErkuchen

anmerkung an mich selbst: palatschinken hat/haben nichts(!) mit schinken zu tun. palatschinken ist keine(!) besondere art der schinkenzubereitung, möglicherweise von einem pfiffigen österreicher erdacht, oder von jemanden einer anderer nationalität, der diese speise nach österreich gebracht hätte. zudem gehört diese speise nicht(!) in meine persönliche kopfkategorie „mächtiger happen + mir unbekannt + finder weg, ad!“.

dabei ganz wichtig auch die aussprache, dessen betonung nicht(!) auf (eben) „schinken“ liegen sollte, sondern eher auf einem leicht östlichen „tschink“, dem nieser-ähnlichen geräusch, der einem oft beispielsweise in der russischen sprache begegnet. palaTSCHINKEN halt.

ja, nur so, weil ich pfannkuchen eben sehr mag, der tatsache aber wegen, daß ich in österreich halt ein ausländer bin und nicht alles verstehe, beinahe hätte drauf verzichten müßen…

Ungenormt

man weiß, sofern man mich kennt, daß ich mich für eine menge sachen begeistern kann. ebenso weiß man dann allerdings auch, daß mich eben diese begeisterung auch sehr schnell wieder verläßt, sobald ich mich eine zeitlang mit einer materie beschäftigt und diese für substanzlos befunden habe. und so ähnlich wird es sich dann möglicherweise auch mit der folgenden empfehlung verhalten, die ich hier kurz losgeworden sein wollte: hubcapcreatures.com
ein paar jungs, die defekte radkappen an straßenrändern und sonstwo aufsammeln und daraus, ähm, ja, kreaturen basteln. leicht biomechanisch bis abstrakt wirkende tiermodelle und sonstiges.

und da wären wir auch schon bei dem anfangs erwähnten dilemma - ich habe ehrlich gesagt keine ahnung, wozu die gut sein sollen, aber irgendwie finde ich sie trotzdem gerade ziemlich großartig.

 

dragon22.jpg

via

Das verlorene Gesicht

angesichts der schmerzen, die er nun erleben darf, wüncht er sich, er hätte nie den zahnarzt ignoriert. und er wünscht es sich überhaupt, sein leben wäre anders verlaufen, oder wenigstens weit weg von hier und jetzt. wobei das vermuttlich alle tun, deren dasein innerhalb von wenigen sekunden unerwartet umgekrempelt wurde. und jetzt liegt er da, die hände dort hineingepresst, wo früher ein gesicht war, wimmernd, zitternd. fast bemitleidenswert. dabei hätte er seine untere gesichtshälfte mitsammt des unterkiefers noch, wenn er sich mir gegenüber nicht so blöd benommen hätte. ich war ja bloß ein paar kleinigkeiten besorgen und meine laune war auch nicht gerade die schlechteste, eher teilnahmslos bis belustigt. und ich habe mir auch nichts gedacht, als ich ihn am vormittag mit der bierdose vor dem supermarkt erblickt habe. aber als er mir dann seinen stinkenden und zähflüssigen mundsekret vor die füße spuckte, und mich gleich im anschluß auch noch dämlich angrinste, als ob das eine wahnsinnig erfolgreiche leistung seiner randgruppierten wenigkeit gewesen wäre, da wurde ich doch leicht ungehalten. erst habe ich spontan überlegt seine schädeldecke zu öffnen und ihm joghurt in den kopf zu schütten, diese idee verwarf ich allerdings gleich, da mir mein joghurt dafür zu schade gewesen wäre. es mag komisch klingen, aber ich bestehe darauf täglich einen joghurt zu mir zu nehmen. mit vorliebe landliebe, unbedingt mit kirschen. also legte ich kurz die packung küchenpapier auf seite und riss ihm zweimal kräftig am unterkiefer, bis ich ihn zusammen mit hautfetzen in der hand hielt. als er hinfiel, hörte es sich ein wenig so an, als ob jemandem ein glitschiger fisch aus den händen gleiten würde. nun, er hätte sein unsoziales verhalten nicht in meiner nähe praktizieren sollen, dann wäre das gesicht noch vollständig, auch wenn es am stück nicht sonderlich hübsch anzuschauen war, immerhin hätte es die funktionalität bewahrt. stattdessen liegt dieses stück gesicht aber jetzt hier im kühlschrank. wobei das eher eine schlechte idee sein dürfte, denn j. wird am abend sicherlich nicht erfreut sein, sowas dort vorzufinden, vorallem weil es ein wenig tropft. wobei mir gerade einfällt – ich habe die küchenrollen dort liegen lassen. so ein mist…

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