es ist krieg. zumindest wenn man den geräuschen draußen glauben schenken mag, die man seit cirka drei wochen so vernimmt. mindestens fünfzig mal am tag detoniert es so deftig, als ob die alliierten erneut versuchten österreich zu befrieden. dabei handelt es sich allerdings bloß um geistig vernachlässigte jugendliche, die ihren mangel an entwicklungsfortschritt mittels explodierender silvesterböller zu kompensieren versuchen. es ist 19:07h am heutigen abend, als mein geduldsfaden bildhaft reißt, in form einer salzgurke, die ich vor schreck fallen lasse. kurzerhand verlasse ich das wohngebäude mit einem frischgeschärften 20 cm kochmesser, welches gleich dem ersten der unterentwickelten bande den hals durchbohrt und ihn blutsabbernd zu boden sinken läßt. ein zweiter erstarrt ob des anblickes und so geht er auch beinahe geräuschlos zu boden, als ihm mein stiefel die leber durchreißt. sie hätten aus ihrem leben was machen können, beinahe stimmt mich das nachdenklich, doch so ernsthaft komme ich nicht in versuchung meine gedanken zu vertiefen, während ich mich in voller geschwindigkeit auf den flüchtenden dritten werfe, der als einziger einen rucksack bei sich trägt und sich auch als der beherberger der knallkörper entpuppt. es sind exakt sieben stück, die ich angezündet im schritt seiner hose hinterlasse, beim weggehen genieße ich ausnahmsweise den lauten knall, der diesmal auch nicht schallend, sondern eher stumpf erklingt. ungefähr so, als ob ein rind detonieren würde.
später, bei einer weiteren gurke, erfreue ich mich an der stille, die draußen herrscht. doch diese wird nicht von langer dauer sein, und so gibt es noch viel zu tun…
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